Der Klimagarten 2085 ist ein öffentliches Experiment im Zusammenspiel von Naturwissenschaft und Kunst. Es wurde vom Zurich-Basel Plant Science Center gemeinsam mit dem Botanischen Garten der Universität Zürich entwickelt. Dieses interaktive Experiment lädt das Publikum ein, Klimaszenarien selbst zu erleben und mehr über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Pflanzen, Landschaft und Wälder in der Schweiz zu erfahren.

Der Klimagarten 2085 wurde für den K3-Preis für Klimakommunikation nominiert. Der K3-Preis soll an sechs Initiativen gehen, die Menschen auf neuen Wegen zu Klimaschutz motivieren und aktivieren. Aus fast 160 Einreichungen hat die Jury jetzt 22 Projekte für die Shortlist ausgewählt. Darunter unser Klimagarten 2085. Mehr dazu lesen Sie hier.

Das Experiment

In zwei Gewächshäusern werden unterschiedliche Klimaszenarien simuliert. Im ersten wird die Temperatur um 3 °C erhöht. Das ist der Temperaturanstieg, den Experten erwarten, wenn wir die Treibhausgasemission halbieren. Im zweiten wird die Temperatur um +6.5 °C erhöht, das entspricht der prognostizierten Erwärmung ohne Gegenmassnahmen.Diese Werte wurden von MeteoSchweiz und Forschenden an der ETH Zürich für den Nordosten der Schweiz für 2085 berechnet (siehe www.ch2011.ch). Sonnenblumen, Weizen, Mais, Zuckerrüben und andere Pflanzen werden sowohl in den Gewächshäusern als auch auf einer angrenzenden Freifläche angepflanzt. In jedem Gewächshaus werden die Pflanzenarten doppelt in zwei Reihen angepflanzt. Eine Reihe erhält 30 % weniger Wasser als die andere. Damit ist ein Vergleich möglich, zwischen dem, was wir heute anpflanzen und essen, und dem, was uns in Zukunft erwarten könnte.

Der Klimagarten an Schweizer Schulen

In Bezug auf die weltweiten SchülerInnenproteste für den Klimaschutz haben wir eine kleinere Version für Schulen entwickelt. Der Klimagarten 2085 wird vor Ort aufgebaut und über drei Monate lang in den Unterricht integriert. Viele Schülerinnen und Schüler können so die Klimaveränderung hautnah erleben und im Garten der Zukunft arbeiten und forschen.

© by Nina Mann

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